Wiehl, 19. Mai 2020

Die FDP Wiehl wählt Erwin Kampf auf ihrer Mitgliederversammlung einstimmig zum neuen Vorsitzenden. Dominik Seitz führt die Liste zur Kommunalwahl im September an.

 

Am Dienstag, den 19. Mai 2020, fand unter nicht alltäglichen Umständen und unter Berücksichtigung aller Hygienevorschriften der Orts- und Wahlparteitag der FDP Wiehl statt.

Neben der Wahl von Erwin Kampf als Vorsitzendem wurde Sebastian Franken zu seinem Stellvertreter gewählt. Der Vorstand wird komplettiert durch Christoph Schmitz (Schatzmeister) und Sebastian Menning (Schriftführer). Zu den drei Beisitzern wurden mit großer Mehrheit Bettina Becker-Blonigen, Christian Kahl und Stefan Oberdörster gewählt.

Dominik Seitz skizzierte seinem Bericht aus der Ratsarbeit. Vor allem das Thema Schulentwicklung in Wiehl, sie nahm im letzten Jahr und wird aber auch in Zukunft einen wichtigen Platz einnehmen. Durch die Bildungsiniative, die die FDP Wiehl im letzten Jahr wieder reaktivierte, kam wieder mehr Bewegung in das  wichtige Thema. Gerade die „Umwandlung der TOB in eine Gesamtschule“ sorgte für leidenschaftliche Debatten. Wir werden auch zukünftig konsequent unseren Standpunkt vertreten. Für die FDP ist eine intensive Zusammenarbeit zwischen einem humanistisch orientierten Gymnasium in Wiehl und einer technisch orientierten Gesamtschule in Bielstein ein ideales Model, welches Wiehl in regionalen Umfeld einen einzigartigen Standortvorteil sichert. Die aktuelle Situation zeigt aber auch deutlich, dass wir vor allem in der Ausstattung der Schulen erheblichen Nachholbedarf  haben“, so Seitz. Wenn schon in absehbarer Zeit, keine signifikante bauliche Veränderung zu erwarten ist, sollten wir doch dort ansetzen, wo wir die Qualität der Wiehler Schulinitiative unmittelbar und deutlich steigern können:

Eine verbesserte technische Ausstattung unserer Schüler*innen mit modernen Laptops: „BITS statt Beton“ forderte Kampf hierzu.

Neben den Vorstandswahlen fand auch der Wahlparteitag statt. Dominik Seitz wurde auf Platz 1 der Liste gewählt. Auf den weiteren Plätzen folgen Erwin Kampf, Sebastian Franken, Christian Kahl, Sebastian Menning, Christoph Schmitz und Rolf Gurbat.

Die FDP Wiehl vertraut auf die Mischung aus jungen und erfahrenen Kandidaten für die Kommunalwahl 2020.

Das spiegelt sich auch im Vorstand wieder, der sich weiter stark verjüngen konnte, so liegt das Durchschnittsalter des geschäftsführenden Vorstandes bei erfreulichen 41 Jahren.

Neben den Kandidaten für die Kommunalwahl wurde einstimmig beschlossen, Werner Becker-Blonigen und Dominik Seitz für die Kreiswahlbezirke vorzuschlagen.

 


Wiehl, 10. Dezember 2019

Wir werden 2020 über viele Herausforderungen und Handlungsfelder diskutieren und nicht immer populäre Entscheidungen treffen können.

 Aber wie sagte Walter Scheel:
„Es kann nicht die Aufgabe eines Politikers sein, die öffentliche Meinung abzuklopfen und dann das Populäre zu tun. Die Aufgabe des Politikers ist es, das Richtige zu tun und es populär zu machen“.

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

Sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung,

Liebe Kolleginnen und Kollegen des Rates,

Liebe Wiehlerinnen und Wiehler,

 

in den letzten Monaten musste ich feststellen, dass Populismus, alternative Fakten und Halbwahrheiten immer mehr Einfluss haben. Sowohl im als auch außerhalb des Rates nimmt dieses Phänomen zu. Fakten werden nicht eingefordert oder erst gar nicht akzeptiert. Beschimpfungen, Schwarz-Weiß-Denken und Kompromisslosigkeit nehmen auch in der Bürgerschaft zu.
Fest steht für mich, dass lautes und aggressives Auftreten eher das Zeichen für fehlender Argumenten ist und die Lautesten in der Regel auch nicht die Mehrheit vertreten.
Etwas mehr Sachlichkeit würde uns bei der Diskussion über die Zukunft der Stadt Wiehl gut tun und helfen die Herausforderungen in Zukunft zu bewältigen.  Eine rasch wandelnde politische Landschaft, wechselnde Mehrheiten und komplizierte Willensbildung stehen uns bevor. Verhärtete Strukturen müssen Geschichte sein. Sowohl innerhalb der Bürgerinnen und Bürgern, der Verwaltung und auch hier im Rat.
Die Herausforderungen werden größer, stellen wir uns ihnen mit kühlem Verstand und heißem Herzen – Wiehl hat es verdient!

 

Wir müssen uns Gedanken machen, wie die Bürgerbeteiligung in Zukunft gestaltet werden kann. Soll das Format der Wiehlgespräche weitergeführt werden? Wie geht man mit Anträgen aus der Bürgerschaft um, die nach Abschluss der Bürgerbeteiligung erst eingereicht werden? Ignorieren? Doch einen Kompromiss suchen?
Rat, Verwaltung und die Bürgerinnen und Bürger müssen sich einig werden, wohin der Weg geht. Er kann aber nur gemeinsam gegangen werden.
Egal, wie man in Zukunft verfahren wird: Alle Entscheidungen müssen mit der größtmöglichen Transparenz geführt werden. Dies wird überall für mehr Akzeptanz der Entscheidungen führen.

 

Wir als FDP Wiehl sehen in den nächsten Jahren in vielen Bereichen Herausforderungen auf uns zukommen, zu denen wir diverse Handlungsoptionen abwägen müssen.

 

Wohnen, Arbeiten, Bildung, Mobilität, Gesundheit und Dienstleistungen sind Felder, über die wir uns unter den Aspekten Umweltschutz, Digitalisierung und vor allem Finanzierbarkeit Gedanken machen müssen. Es wird kaum möglich sein, einen Spagat  zwischen allen Bereichen zu schaffen.

 

Der Bereich sozialverträglicher Wohnraum, Wohnraum für Singles und Senioren auf der einen und Wohnraum für Familien auf der anderen Seite sind schon heute Mangelware in Wiehl. Durch bauliche Vorgaben haben wir gerade in der Schaffung von sozialverträglichem Wohnraum wenige Gestaltungsmöglichkeiten. Wenn hochpreisiger Wohnraum geschaffen wird, wird es möglich sein, über eine Verpflichtung der Investoren günstigen Wohnraum für geringere Einkommen zu schaffen.  Aber auch Bauen nach Genossenschaftsprinzip könnte eine Möglichkeit sein.
Familien suchen indes  Wohnflächen zum Bau von Einfamilienhäusern. Das Baulückenkataster ist nach wie vor eine gute Möglichkeit, jedoch ist es noch ein weiter Weg, bis das Potential der Möglichkeiten, die solch ein Kataster bietet, voll ausgeschöpft werden kann.  Wohnen, egal für welchen Bereich, setzt verfügbare Flächen voraus.

Ähnliche Flächenprobleme hat unser in Wiehl angesiedeltes Gewerbe.
Der bei uns schwerpunktmäßig durch Maschinenbau, Automotiv- und Schmiedetechnik  geprägte Branchenbesatz erwartet in den nächsten Jahren im Gegensatz zu den übrigen Branchen einen deutlichen Abschwung. Dies wird auch bei den zu erwarteten Steuereinnahmen sichtbar. Bereits in den letzten Jahren haben wir auf diese Problematik hingewiesen und sehen es als unausweichlich an, den Tertiären Sektor zu stärken und bewerben. Nur wenn wir es schaffen, einen breiten Branchenmix aufzubauen, können wir zukünftige Konjunktureinbrüche abfedern.
Neben der deutlichen Standhaftigkeit gegenüber Konjunkturschwankungen zieht der Tertiäre Sektor im Übrigen weniger Flächenbedarf, weniger Verkehrsbelastung aber auch eine Vereinbarkeit der Nähe von Wohnen und Arbeiten mit sich. Unser Gewerbe ist ein wichtiger Partner der Stadt Wiehl. Jedoch stößt Wiehl nun endgültig an die Grenzen der möglichen Gewerbeflächen. Man muss nun die letzten Flächen sinnvoll und gezielt vergeben.
Neue Wege sind dabei unter Beachtung von Natur- und Umweltschutz zu gehen. Kompromisse werden nicht nur die Unternehmen und die Stadt Wiehl eingehen müssen, sondern auch der Bürger. Auf der einen Seite wünscht man sich Wohnraum, möchte mehr Fahrradwege, einen gut ausgebauten ÖPNV, um am liebsten ohne Auto zum Einkaufen und Arbeiten zu kommen. Gleichzeitig versucht man Gewerbeflächen vor Ort zu verhindern unter dem Aspekt des Naturschutzes. Ohne Kompromisse wird man hier niemals eine Lösung finden. Weite Wege zur Arbeit werden auch weiterhin weder mit einem ÖPNV und schon gar nicht mit dem Fahrrad zurück gelegt werden. Je kürzer der Weg zur Arbeitsstelle, desto höher wird die Chance sein, zukünftig einen kleinen Anteil an CO2-Einsparungen zu haben. Man darf nicht pauschal alles versuchen zu verhindern, sondern muss mögliche Lösungen erst einmal anhören, abwägen und diskutieren.

Die bereits kurz angesprochene Mobilität ist im ländlichen Raum immer wieder ein wichtiges Thema.
Hierbei begrüßen wir die Idee der S-Bahn bis nach Marienheide. Ob die neue S15 ein Erfolg wird, muss sich zeigen. Der Ausbau der Strecke wird wohl noch einige Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Erst wenn die neue S-Bahn in Betrieb gegangen ist, werden sich Aussagen über eine dauerhafte Reaktivierung der Wiehltalbahn treffen lassen.
Das Netz an Fahrradwegen hat noch Potential nach oben. Hierzu erwarten wir 2020 ein Konzept. Man muss sich jedoch von der Idee verabschieden, dass das Fahrrad das Hauptmittel wird, um zur Arbeitsstelle oder zum Einkaufen zu kommen.
Diese Strecken könnten durch einen ÖPNV oder Bürgerbus abgedeckt werden. Ich möchte aber an dieser Stelle an das Jahr 2014 erinnern, in der es eine großangelegte Bürgerbefragung zum Thema ÖPNV gab, die auf wenig Resonanz stieß. Auch das Thema Bürgerbus lief in Teilen in Wiehl nur schleppend an – und dies lag nicht am Engagement der Verwaltung oder der Politik.
Dass E-Mobilität ein Baustein in unserem Bereich Mobilität werden wird, ist unbestritten, in welchem Ausmaß jedoch wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen.
Umwelt- und Naturschutz hören nicht an der Stadtgrenze auf. Wir dürfen hier nicht nach der Aussage leben: „Aus den Augen – Aus dem Sinn“. Schnellschüsse und Symbolpolitik sind nicht zielführend. Wir begrüßen daher die Entscheidung des Rates, das Ausrufen des Klimanotstandes abzulehnen. Wir sind uns aber einig, dass dem Thema Natur- und Umweltschutz – dies schließt für mich das Klima mit ein – einen deutlich größerer Raum eingeräumt werden muss, jedoch mit Blick auf konkrete Maßnahmen, nach denen sich Rat, Verwaltung und Bürgerschaft richten können.

Neben Naturschutz, Gewerbe, Landwirtschaft und Wohnen kostet auch die Bildung mögliche Flächen.
In meiner Haushaltsrede vor gut einem Jahr forderte ich: „Die Wiehler Bildungsinitiative braucht wieder mehr Initiative“. Dies ist uns gelungen.
Die Überlegung aus der Sekundarschule eine Gesamtschule zu machen, hat 2019 schneller Fahrt aufgenommen, als wir es uns gedacht haben. Wir sind davon überzeugt, dass der Bildungsstandort Wiehl ein Schlüssel zu unserer erfolgreichen Zukunft sein muss.
Hierbei sehen wir die Notwendigkeit über einen Bildungscampus zu reden, an dem Gymnasium und Sekundarschule bzw. eine mögliche Gesamtschule gemeinsam einen Standort haben und von Synergien profitieren können.

 

Dies muss aber alles bezahlt werden. Der Haushalt der Stadt Wiehl zeigt zum wiederholten Male ein deutliches Defizit von 2 Millionen Euro.
Auf der Ausgabenseite wird man diskutieren müssen, welchen Service man dem Bürger noch bieten möchte.
Klimaschutz, Straßeninstandhaltung, Brücken, Investitionen in die Zukunft, Bildung, Sport, dies kostet alles Geld. Der Haushalt der Stadt Wiehl für das Jahr 2020 bereitet uns Kopfschmerzen. Wir sehen die Notwendigkeit unsere noch positive Ausgangsposition zu halten, um weiterhin selbstständig aktiv gestalten zu können. Für 2020 unterstützen wir die Haushaltsplanung der Verwaltung, sind uns aber bewusst, dass viele Streichungen aus der Haushaltsplanung nur aufgeschoben sind und früher oder später in zukünftige Haushalte beachtet werden müssen. Neben wirklichen Einsparungen für das Haushaltsjahr 2021 müssen wir nun zwingend auch die Einnahmeseite der Stadt Wiehl beachten. Steuererhöhungen dürfen nur die aller letzten Mittel sein und müssen dann, wenn sie diskutiert werden, auf ALLEN Schultern verteilt werden, denn sowohl die Bürgerinnen und Bürger, als auch die Firmen profitieren von einem lebens- und liebenswerten Wiehl, in dem wir gut und gerne leben.
Neben den vielen notwendigen Ausgaben der Stadt Wiehl, ist die Kreisumlage eine sehr große Position im Haushalt und schlägt mit fast 16 Mio. Euro zu buche. Hier appellieren wir an die Kreisverwaltung und an die hier anwesenden Kreistagsmitglieder, ihren Einfluss geltend zu machen, und sich auch der Kreis in einem Akt kommunaler Solidarität den gleichen Maßstäben unterwirft wie die zugehörigen Kommunen und eine umlageschonende Hebesatzpolitik beibehält.
Das Ehrenamt wird in Zeiten von möglichen Sparmaßnahmen immer wichtiger. Das Freibad Bielstein, die Feuerwehr, die Flüchtlingshilfe, Dorf-, Sport-,  Verschönerungs- und Heimatvereine, sowie viele andere Vereine in Wiehl zeigen, dass auch der Bürger sich aktiv an der Gestaltung der Kommune beteiligen kann und Service am Bürger nicht immer etwas kosten muss, wenn ehrenamtliche Helfer unterstützen.  Vielen Dank an alle Beteiligten.
Eine attraktive Kommune muss neben sozialen und kulturellen Einrichtungen, Schulen und Sportstätten auch bezahlbaren Wohnraum anbieten um Arbeits-/Fachkräfte alle Art anzuziehen um vor Ort dem Beruf nachzugehen, auch dies kann und wird ein Beitrag zum Klimaschutz sein.
Wir werden 2020 über viele Herausforderungen und Handlungsfelder diskutieren und nicht immer populäre Entscheidungen treffen können.

 

Aber wie sagte Walter Scheel:
„Es kann nicht die Aufgabe eines Politikers sein, die öffentliche Meinung abzuklopfen und dann das Populäre zu tun. Die Aufgabe des Politikers ist es, das Richtige zu tun und es populär zu machen“.

In diesem Sinne bedanken wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung für die tolle Zusammenarbeit und wünschen allen Wiehlerinnen und Wiehlern eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2020.

 

Dominik Seitz

Vorsitzender der FDP Fraktion im Stadtrat Wiehl

 


Haushaltsrede zum Haushalt 2019 im Rat der Stadt Wiehl

Wiehl, 11. Dezember 2018

Der Haushalt 2019 zeigt einmal mehr, dass wir in Wiehl in die Zukunft investieren und den Standort Wiehl als Gesamtes entwickeln wollen“, lobte Dominik Seitz für die FDP. „Wenn wir jetzt nicht investieren, dann könnte der Zug der nächsten Jahre ohne Wiehl in Richtung Zukunft abfahren.“

 

"Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

 

sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung und des Rates,

 

verehrte Vertreter der Presse,

 

liebe Besucherinnen und Besucher,

 

 

 

Der Haushalt 2019 zeigt einmal mehr, dass wir in Wiehl in die Zukunft investieren und den Standort Wiehl als gesamtes entwickeln wollen.

 

Jedoch geht diese Entwicklung zu Lasten unserer Rücklagen. Hier müssen wir uns für die Zukunft Gedanken machen, welche Ausgaben wir wirklich noch brauchen und bei welchen wir uns Gedanken machen sollten. Hier sei vor allem das hohe Defizit der städtischen Gesellschaften, insbesondere der FSW angesprochen, gerade in Hinblick auf die kommenden Jahre.

 

Wir als FDP Wiehl begrüßen ausdrücklich, dass die jetzigen Investitionen ohne eine nennenswerte Steuererhöhung auskommen. Nach wie vor leben wir in Wiehl mit unserem Anzeigehaushalt auf einer kleinen Insel der Glückseeligen und haben viele Freiheiten, die umliegende Kommunen schon lange nicht mehr haben. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt mit €2.031 deutlich unter dem des NRW-Landesschnitts von €3.447 und ebenso unter dem Kreis-Schnitt von €4.146. Dies darf aber kein Grund sein sich auszuruhen, sondern muss Verpflichtung sein, weiter verantwortungsvoll zum Wohle der Wiehler Bevölkerung zu handeln.

 

Die Stadtstrategie mit dem Namen „Wiehl 2030_Auf dem Weg in eine starke Zukunft“ gibt den Weg quasi vor. Wiehl muss in vielen Bereichen weiterentwickelt werden.
Gerne greife ich hier die 5 Punkte des Letter of Intent auf.

 

Wirtschaft|Arbeiten.
Es ist richtig, dass neue Gewerbeflächen erschlossen werden müssen. Hierbei geht es jedoch nicht nur um Entwicklungsmöglichkeiten von ansässigen Firmen, sondern auch durch attraktive Angebote das Interesse für Neuansiedlungen zu fördern. Die Stadt Wiehl muss hier sich bietende Chancen nutzen und die Strukturen der ansässigen Firmen im Stadtgebiet verbessern bzw. optimieren. Gerade der tertiäre Sektor bietet hier noch viel Entwicklungspotential. Auch die interkommunale Zusammenarbeit bei der Erschließung von Gewerbegebieten und Ansiedlung von Firmen wird einen deutlich höheren Stellenwert zukommen.  

 

Nicht nur die Suche nach Gewerbeflächen, sondern auch die Suche nach Fachkräften wird hier als prägende Herausforderung bei den ansässigen und zukünftigen Firmen in Wiehl zu sehen sein. Hier sollten wir von Seiten der Politik die Chancen nutzen, die uns gegeben werden, Fachkräfte nach Wiehl zu lotsen.

 

Dazu gehört neben einem homogenen Umfeld für Firmen auch der zweite Punkt des Letter of Intent „Wohnen|Mobilität“.

 

Wir haben in Wiehl nicht nur die Herausforderung Gewerbeflächen zu finden, sondern eben auch Wohnflächen. Das Baulückenkataster ist hier als Vorbild zu nennen, welches bisher aber leider nur auf sehr wenig Resonanz stieß.

 

Daher gilt es auch eben Bauland zu erschließen und jungen Familien den Umzug nach Wiehl zu ermöglichen. Ich möchte an dieser Stelle auf den Antrag der FDP-Fraktion aus 2017 hinweisen, der die Erbpacht zum Thema hatte, um junge Familien einen möglichen Anreiz zu geben, die hohen Grundstückspreise abzufedern und in Wiehl zu bauen. Herr Brauer wird mir Beipflichten, wenn ich sage, dass die Einkommenssteuer in Wiehl genauso wichtig ist, wie die Gewerbesteuer.

 

Gute Arbeit und Wohnflächen alleine ziehen nicht an und halten keine Menschen hier. Das „drum herum“ muss stimmen.

 

Bildung|Kultur|Sport ist der dritte Punkt im Letter of Intent. Es ist ein sehr großes Themenfeld, über dieses man alleine schon Stunden referieren könnte. Ich möchte jedoch einige Punkte nicht hinten herunterfallen lassen. Die hervorragende Ausstattung mit u3 und ü3 bei den geringen Elternbeiträgen ist sicherlich vorbildlich und kommt mir hier in Wiehl als junger Vater auch persönlich sehr entgegen.

 

An dieser Stelle möchte ich einen Schwenk zurück zu den Wiehler Firmen machen. Um unsere ansässigen Firmen bei der Suche nach Fachkräften zu unterstützen, sollte die Idee eines Verbundkindergartens zum Beispiel in Bomig nicht aus den Augen verloren werden. Die FDP Fraktion hatte im letzten Monat eine erste Umfrage unter Firmen in Bomig zum Thema Verbundkindergarten durchgeführt und hat viele positive Reaktionen erhalten, in denen sich Firmen und Unternehmen durchaus vorstellen können, sich gerne an einem Verbundkindergarten zu beteiligen.

 

Ich möchte natürlich auch das reichhaltige Angebot an Grundschulen erwähnen. Das Motto „kurze Wege für kurze Beine“ ist hier tatsächlich noch wörtlich zu nehmen und keine leere Phrase. Erwähnen möchte ich auch das gute Zusammenwirken von Verwaltung, Rat, Grundschulen und Eltern bei der Gründung des Grundschul­verbundes Wiehl-Marienhagen. Hier konnte ein wichtiger Standortfaktor für Marienhagen und die umliegenden Dörfer erhalten bleiben. Jedoch muss ich auch auf die damit resultierende finanzielle Verantwortung des Rates hinweisen, der wir uns jedoch selbstverständlich gerne stellen.

 

Unsere zwei weiterführenden Schulen sind dann am Ende der Punkt, der den Bildungsstandort Wiehl abrundet. Die 2013 gegründete Sekundarschule geht nun seit dem vergangenen Sommer alleine ihren Weg in Bielstein. Ob es nach wie vor der richtige Weg ist, müssen wir weiter eruieren und bei Bedarf nachsteuern, wenn wir der Ansicht sind, dass der Bildungsstandort Wiehl leidet.

 

Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium steht hingegen mit im Zentrum der Wiehler Entwicklung in den nächsten Jahren. Hierbei geht es nicht um eine einfache Renovierung der in die Jahre gekommenen Räumlichkeiten, sondern das Gymnasium wird sich im Gesamten verändern und erneuern. Ein zukunftsweisendes Raum- und Lernkonzept soll hier etabliert werden. Unser Apell geht dabei an die Lehrerschaft, die Schülerinnen und Schülern und alle Eltern offen für neues zu sein und der Zukunft die Chance zu geben, die sie verdient. Dabei geht es nicht nur um Lernmethoden, sondern auch um Lernmittel.

 

Sicher ist: Die Wiehler Bildungsiniative braucht wieder mehr Initiative, vor allem mit Blick auf die gesamte Wiehler Bildungslandschaft.

 

Im Bereich Kultur fördern wir als Stadtrat neben dem Kulturkreis auch die Musikschule. Bei beidem kann mit wenig Geld sehr viel Positives bewirkt werden.

 

Gesundheit|Soziales ist der vierte Punkt. Wir warnen vor einem allgemeinen Ärztemangel im gesamten Stadtgebiet. Wie überall im ländlichen Raum haben auch wir mit diesem Mangel bereits heute zu kämpfen. Vor allem in den Orten um Wiehl, könnten auf die Bewohner größere Probleme in der Versorgung zukommen. Neben einem Medicenter und Fachärztezentrum in Wiehl werden wir wohl in Zukunft über Zentren für Allgemeinmedizin in den übrigen Orten sprechen.

 

Das Gymnasium als einen zentralen Punkt der Entwicklung habe ich angesprochen. Der Wiehlpark wird im nächsten Jahr ein anderer Punkt sein. Hier freuen wir uns, dass nun mit dem ersten Bauabschnitt gestartet werden kann.

 

In die Investitionen zur Zukunft fließen im Haushalt 2019 die meisten Gelder. Es macht aber auch deutlich, dass wir ohne Fördergelder vom Land, Bund und der EU, auch wenn sie noch so gering sind, die Entwicklung trotz unserer noch guten Haushaltslage nicht stemmen könnten. Daher halten wir es für wichtig, den Fokus weiterhin auf alle möglichen Fördermöglichkeiten zu richten, damit Gelder nicht verloren gehen.

 

Wir freuen uns, dass die Entwicklung und die Zukunft Wiehls nicht im stillen Kämmerlein erfolgt, sondern mit dem Format „Wiehlgespräch“ die Bevölkerung aktiv eingebunden wird. Die Resonanz zeigt, dass der Bürger viel aktiver in die direkte Entwicklung seiner Umgebung einbezogen werden will. Dies muss weiter fortgeführt werden, damit das Verständnis für große Projekte ausgebaut und Ängsten aktiv entgegengetreten werden kann. Gerade bei neuen Gewerbegebieten zeigt es sich, dass eine wage Wasserstandsmeldung manchmal besser ist, als gar keine. Transparenz macht allen das Leben leichter und kann für ein ruhiges Miteinander sorgen.

 

Es ist von enormer Bedeutung, den Fokus nicht nur auf den Hauptort zu legen, sondern den berechtigen Wünschen der anderen 50 Wiehler Orte Gehör zu schenken und soweit es realisierbar ist, den Dörfern auch bei deren Entwicklung zu helfen und das Engagement der Bürger und Bürgerinnen zu stärken.

 

An dieser Stelle möchte ich auch als Vorsitzender des Heimatverein Drabenderhöhe  an die Verwaltung und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meinen Dank für die gute Zusammenarbeit im Jahr 2018 aussprechen. Immer offen für Ideen, immer auf der Suche nach Lösungen für die Realisierung. Weiter so!

 

Zum Schluss möchte ich mein Lieblingsthema Digitalisierung ansprechen. Internet ist toll, Glasfaser natürlich viel besser, aber eben nicht alles. Die Anfrage der FDP Fraktion zum Thema IT in Schulen zeigte, dass die Stadt Wiehl beim Thema Digitalisierung noch viel Nachholbedarf hat. Das fängt beim Thema IT in Schulen an, geht über Breitbandausbau und endet lange noch nicht bei e-Goverment. Bei allen Bereichen werden in den nächsten Jahren gezielte Investitionen notwendig werden, um nicht nur die Rahmenbedingungen für gute Bildung und gute Wirtschaft zu schaffen, sondern auch die Herausforderungen im eigenen Haus zu lösen.
Auch flächendeckende 100Mbit/s sind kein Grund in Jubelstürme auszubrechen, bringen sie uns doch gerade mal auf den Stand der Technik von vor 5 Jahren. In der IT ein ganzer Lebenszyklus.

 

„Lust auf Zukunft“ war das Motto von Herrn Stücker zu seiner Haushaltsrede. Der vorgelegte Haushalt 2019 hat sicherlich einige Schwachpunkte, jedoch deutlich mehr Positives, das Lust auf Zukunft macht. Wenn wir jetzt nicht investieren, dann könnte der Zug in den nächsten Jahren ohne Wiehl in Richtung Zukunft abfahren. Noch sitzen wir im Führerstand und können Tempo und auch den Weg bestimmen.
Aus diesem Grund wird die FDP Fraktion dem Haushalt und seinen Anlagen zustimmen, mit dem Hinweis an den Rat und die Verwaltung, aktiv Änderungen einzuleiten, um das strukturelle Defizit des Haushaltes nicht weiter auszureizen.

 

Wir wünschen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, allen Ratskolleginnen und Kollegen, allen Wiehlerinnen und Wiehlern und natürlich den Pressevertretern eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Jahr 2019."

 

Dominik Seitz

Vorsitzender der FDP Fraktion im Stadtrat Wiehl

 


Reise in die Wiehler Partnerstadt Bistritz

 Herzlich willkommen – bine a-ţi venit  und la revedere – auf Wiedersehen – bei  allen Begegnungen und Treffen im Rahmen des 4tägigen Reiseprogramms nach Bistritz/Nordsiebenbürgen waren diese Begrüßungs- und Abschiedsworte zu hören.

Vom 10. Bis zum 13. Mai 2018 durfte ich als Teil einer zwölfköpfige Delegation aus Ratsvertretern und Mitgliedern des Deutsch-Siebenbürgisch-Rumänischen Freundeskreises Wiehl-Bistritz e.V. in der Wiehler Partnerstadt Bistritz verweilen. Der Vorsitzende des Freundeskreises, Herr Dr. Hans Franchy, den eine langjährige Freundschaft mit dem Bistritzer Bürgermeister Ovidiu Cretu verbindet, hatte angeregt, die dortige Verwaltung und die Sozial- und Bildungseinrichtungen kennen zu lernen. 

Zunächst stand der Besuch eines Kindergartens und einer Kindertagesstätte an, bei der die Leiterinnen und 2 Kinder in Landestracht mit Brot und Salz die Gäste willkommen hießen. In den Einrichtungen werden 200 Kinder - auf 8 Gruppen aufgeteilt – betreut. Die Öffnungszeiten sind von 6 Uhr morgens bis 18 Uhr abends festgelegt. Der Besuch der Kita ist kostenlos, lediglich für das Mittagessen zahlen die Eltern pro Tag etwa 1,50 EUR. In allen Gruppen überraschten die Kinder die Besucher mit unterschiedlichen Aktivitäten: Gesang, Tanz, kreatives Gestalten. Im gut ausgestatteten  Außengelände der Einrichtung befinden sich auch ein Hühnerstall und ein Kaninchenstall,  gärtnerisches Tun wird auch gefördert.
Erwähnenswert ist, dass der Kindergarten über zwei Gruppen für die ungarische Minderheit verfügt. Die Sprache in diesen Gruppen ist hauptsächlich Ungarisch. Jedoch 2x 90 Minuten in der Woche wird Rumänisch unterrichtet.

Anschließend erfolgte die Weiterfahrt zum Technischen Gymnasium „Grigore Moisil“. Wir wurden von der Direktorin und ihr Stellvertreter empfangen. Nach einer kurzen Darstellung der Schulstruktur und der Bildungsangebote wurden die Fach –und Werkstatträume besichtigt.
Hierbei ist vor allem die technische Ausstattung zu erwähnen. Smartboards und Projektoren gehören zur Standardausstattung. Schweißen lernen die Schüler zuerst in der virtuellen Realität, bevor es dann an echtes Gerät geht. So können Arbeitsabläufe immer wieder angeschaut und Ergebnis immer wieder analysiert werden.
 Ein kulturelles Zusatzangebot „Folkloretanz“ wird von einer großen Gruppe vorwiegend weiblicher Schüler wahrgenommen. Kostproben ihrer schulischen Arbeit wurden präsentiert und die Besuchergruppe zum Mittanzen aufgefordert. Das gemeinsame Mittagessen in der Schulkantine rundete den Programmteil ab.

Am frühen Nachmittag besichtigen wir unter sachkundiger Führung von Herrn Dr. Franchy das Stadtzentrum. Highlight war dabei der Besuch der Evangelischen Kirche. Vom Kirchturm hat man einen Panoramablick über die Stadt und ließ deren Ausdehnung erfahrbar machen. Der anschließende Besuch des Kulturpalastes (ehemals Gewerbeverein) bot mehrfachen ästhetischen Genuss: beeindruckend waren die stilvoll renovierten Säle und Räume, die für unterschiedliche Zweck genutzt werden: Theater, Konzerte, aber auch für Musikproben, literarische Treffen, Puppenspiel und weiteres mehr. Der Direktor des Kulturpalastes, Professor Cosma, hielt neben einer Erfrischung einen kulturellen Genuss bereit: eine Profimusikergruppe bot auf hohem Niveau ein kleines Konzert traditioneller und folkloristischer Musikstücke dar.
Im Tourismus Infozentrum der Stadt fand eine kurzweilige Darstellung zur Stadtentwicklung und -geschichte statt.

 

 

Für den Abend war ein Arbeitsessen im „Cantonul Silkvic“, einem der Stadt nahegelegenem Wald- und Jagdgebiet, vorbereitet. Bei reichhaltigen Vorspeisen, Grillfleisch und regionalem Getränkeangebot entwickelten sich lebhafte Gespräche über die Verwaltungsstrukturen der Partnerstädte, die Aufgabenverteilung und ihre Wahrnehmung seitens der dort tätigen. Es nahmen insgesamt 24 Personen an dem Austausch teil, neben dem Vizebürgermeister auch Amtsleiter und Stadträte von Bistritz. Der Samstag startete bei strahlendem Maiwetter mit einem Kulturprogramm besonderer Art. Im Naherholungsgebiet „Schullerwald“ wird zu Ehren der ungarischen Bürger der Stadt Bistritz alljährlich das Maifest begangen. Neben verschiedenen folkloristischen Tanz- und Gesangdarbietungen fand ein Wettbewerb um das beste Kesselgulasch statt. Dabei wurden nicht nur Aussehen und Geschmack des Fleischgerichtes von der Jury begutachtet, sondern auch die Vielfalt der Vorspeisen, die Präsentation der Gerichte sowie die Kostüme und das Auftreten der am Wettbewerb teilnehmenden Gruppen bewertet. An dem gemeinsamen Mittagessen unter einem Zeltdach nahmen wiederum Vertreter der Stadtverwaltung teil.

Am Abend fand dann der Besuch der Zentrale für soziale Dienste statt, wiederum in Begleitung des Vizebürgermeisters Nicolae und verschiedener Repräsentanten der Stadt. Zunächst wurde das Nachtunterkunftszentrum aufgesucht, das obdachlosen Erwachsenen Unterkunft, medizinische Versorgung und soziale Beratung bietet. In einem weiteren nahegelegenen Gebäude ist eine Zahnarztpraxis eingerichtet, in der kostenlose Behandlungen durchgeführt werden. Dort wartete eine große Gruppe der im sozialen Dienst Beschäftigten der Stadt Bistritz, um die Wiehler Delegation freundlich zu begrüßen – keine Selbstverständlichkeit am späten Samstagnachmittag eines doch sonst arbeitsfreien Wochenendes! Nach einem kurzen Zwischenstopp am Denkmal der nordsiebenbürgischen Sachsen, das an die Flucht und Deportation während des zweiten Weltkrieges erinnern soll, wurde die Gruppe im Altenheim, einem früheren Dominikanerkloster, empfangen. Der Heimleiter berichtete über den geplanten Neubau einer Altentagespflegeeinrichtung in Stadtnähe. 

Mein Fazit dieser Reise:

Uns wurde ein optimal vorbereitetes und organisiertes Programm geboten, das Einblicke in die unterschiedlichen Strukturen und Aufgabenfelder der Sozial- und Bildungseinrichtungen ermöglichte. Deutlich wurde, dass in der Partnerstadt Bistritz – anders als in Wiehl – die Digitalisierung schon weiter voran geschritten ist.
Die Tage haben viele Ideen gebracht, die in meine Arbeit im Rat mit einfließen werden.

Das beeindruckende Aufgebot an Begleitern und Vertretern der Stadt machte deutlich, wie ausgeprägt das Interesse an der Städtepartnerschaft ist. Denn nur durch das Miteinander und einen gelebten Austausch kann man sich verbessern und weiterentwickeln.  

 


Heimatverein Drabenderhöhe: Vorstand im Amt bestätigt

Drabenderhöhe, 17. April 2018

Der 1. Vorsitzende Dominik Seitz begrüßte am 12.04. die Mitglieder des Heimatverein Drabenderhöhe zur jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung. Neben dem Bericht des Vorstandes für das abgelaufene Jahr und die Pläne für 2018 standen auch Neuwahlen für den Vorstand an.

Der erste Vorsitzende zog das Resümee, das 2017 wieder ein sehr aktives Jahr des Heimatvereins war. Die Mitgliederzahl konnte auf über 150 erhöht werden. Neben den jährlich stattfindenden Veranstaltungen wie „Drabenderhöhe hält Hausputz“, die Mitorganisation des Sankt Martin-Umzugs, der „Runde Tisch der Vereine“ und des Volkstrauertages wurden zahlreiche andere Aktivitäten durchgeführt.
So widmete sich der Verein hauptsächlich den zahlreichen Wanderbänken um Drabenderhöhe herum, die so weit wie möglich gereinigt und repariert wurden.
Die Jahreswanderung für Mitglieder stand 2017 unter dem Thema „Silberkaule“. Hier wanderten die Mitglieder über die Brüderstraße, durch das Heck zur Silberkaule. Achim Höhler gab dabei den interessierten Teilnehmern historische Einblicke in die Geschichte des alten Grubengebietes mit seiner Siedlung in der bis 1896 Zinkerz abgebaut wurde.  Die ein oder andere Anekdote aus dieser Zeit sorgte bei den rund 80 Mitwanderern immer wieder für Erheiterung.
Viele Informationen zur Geschichte rund um Drabenderhöhe sind auf der Internetseite des Vereins unter
www.heimatverein-drabenderhoehe.de zu finden.

Ein Highlight im letzten Jahr war die Eröffnung eines Aussichtsturmes im Freilichtmuseum Detmold. Dieser wurde dem im Jahre 1929 vom Heimatverein errichteten und bereits 1945 wieder abgerissenen Aussichtsturm am Löher Kopf nachempfunden.
Der Heimatverein Drabenderhöhe konnte hierbei dem Freilichtmuseum wertvolle Fotos und Informationen liefern und so bei der Planung unterstützen.

Desweiteren konnte der Heimatverein durch Spenden wieder viele Vereine im Ort unterstützen. So konnte der Freiwilligen Feuerwehr in Drabenderhöhe eine Übungspuppe übergeben werden, die die das Übungsgeschehen noch realistischer macht.

Im Ausblick auf 2018 zeigte Seitz die bevorstehenden Arbeiten im Verein auf.
So sollen die Straßeninseln im Ort wieder in Blumenpracht erstrahlen.
Um den Arbeitsaufwand so gering wie möglich zu halten, hatte die öffentliche Verwaltung hier in den letzten Jahren die meiste Bepflanzung durch einfaches Gras ersetzt.
Der Heimatverein Drabenderhöhe ist nun auf der Suche nach Paten, die sich dann um die einzelnen Inseln regelmäßig kümmern und diese immer wieder neu bepflanzen. Kosten dafür werden vom Heimatverein übernommen.

Desweiteren werden in diesem Jahr eine größere Anzahl an Wanderbänken ausgetauscht. „Viele Bänke um Drabenderhöhe herum sind in die Jahre gekommen und einige können nicht mehr instand gesetzt werden. Daher werden wir die meisten Bänke ganz erneuern,“ führte Dominik Seitz aus. Auch die Aushangtafeln im Ort sollen überprüft und wenn nötig erneuert werden.

Mit Reinhard Rogalla wurde ein Urgestein mit viel Applaus aus dem Vorstand verabschiedet. Er war über 18 Jahre Beisitzer im Vorstand des Vereins gewesen. Auch wenn er keine aktive Rolle mehr im Vorstand einnehmen wird, so werde er weiter dem Verein mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Bei den anschließenden Wahlen, die von Hagen Jobi geleitet wurden, konnten Dominik Seitz (1. Vorsitzender), Heidi Zell (Kassiererin) und Achim Höhler (Beisitzer) einstimmig bestätigt werden. Mit Stefanie Menning rückt ein neues Gesicht als Beisitzerin in den Vorstand nach.

 

 

 


FDP-Wiehl stellt sich neu auf

Wiehl, 20. Februar 2018

 

Die FDP Wiehl wählt auf ihrer Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand mit neuen und bekannten Gesichtern.  Nach 2 Jahren gibt Dominik Seitz den Vorsitz der FDP Wiehl an seinen bisherigen Stellvertreter Holger Kühr weiter.

Am Dienstag  fand der ordentliche Ortsparteitag der FDP Wiehl statt. Der scheidende Vorsitzende Dominik Seitz ließ in seinem Jahresbericht das vergangene  Jahr der politischen Arbeit Revue passieren. Sein Hauptaugenmerk fiel hierbei auf die in dieser Zeit stattgefundenen Landtags- und Bundestagswahlen. „Mit den Ergebnissen in Wiehl können wird sehr zufrieden sein. Jedoch ist das kein Grund die Füße hoch zu legen. Die Ergebnisse werden als Ansporn genutzt,  unsere Arbeit vor Ort noch weiter zu intensivieren, “ so Seitz, der selbst als Landtagskandidat antrat.
Abschließend betonte er die sehr gute Zusammenarbeit der letzten zwei Jahre mit dem Vorstand und sprach ihm hierfür seinen Dank aus.  Einen besonderen Dank sprach er dem bisherigen Schatzmeister Jürgen Brüning aus, der nicht mehr zur Wahl stand.
Der ehemalige Fraktionsvorsitzende Rolf Gurbat gab einen Rückblick auf das vergangene Jahr.

Von besonderer Bedeutung sieht Gurbat  das Mitwirken der Fraktion unter seinem Nachfolger Dominik Seitz in der weiteren Entwicklung der Wiehlaue und des Wiehler Zentrums. Weiterhin betonte er den Fokus des Rates auf das Gymnasium sowie den Grundschulverbund Marienhagen/Wiehl. „Diese Themen haben uns schon 2017 beschäftigt und werden uns auch die nächsten Jahre begleiten.“  
Es folgten die Berichte des Schatzmeisters Jürgen Brüning und der Kassenprüfer.
Die Mitgliederversammlung, welche souverän durch Rolf Gurbat geleitet wurde, bewertete die Arbeit des Vorstands durchweg als positiv und dankte diesem für eine hervorragende Arbeit.
 Nach der Entlastung folgte die Neuwahl des Ortsvorstandes, mit folgendem Ergebnis:

 

Holger Kühr – Vorsitzender
William Bauer – stv. Vorsitzender
Christoph Schmitz – Schatzmeister
Isabell Münch – Schriftführerin
Bettina Becker-Blonigen – Beisitzerin
Dr. Erwin Kampf – Beisitzer
Stefan Oberdörster – Beisitzer

 

Holger Kühr dankte Dominik Seitz für die vergangenen 2 Jahre. Er freut sich das Seitz dem Ortsverband als Fraktionsvorsitzender erhalten bleibt: „Zusammen mit der Fraktion wollen wir ein offenes Ohr für die Belange der Wiehlerinnen und Wiehler haben und ihre Sorgen und Nöte ernst nehmen. Die FDP Wiehl wird aktiv weiter die Politik in Wiehl beeinflussen.“

Ferner möchte Kühr die Öffentlichkeitsarbeit neu strukturieren sowie junge Menschen an die aktive Lokalpolitik heranführen. Abschließend bedankte er sich für das entgegengebrachte Vertrauen und beglückwünschte den neuen Ortsvorstand zur Wahl. Zum Versammlungsabschluß betonte Kühr seine Freude auf eine zukünftige gute konstruktive Zusammenarbeit.


Haushaltsrede im Stadtrat von Wiehl

Wiehl, 12. Dezember 2017

 

Am 12. Dezember durfte ich im Rat der Stadt Wiehl meine erste Haushaltsrede halte.
Als FDP-Fraktion sehen wir für 2018 3 wichtige Handlungsfelder:


1. Wohnen und Arbeiten
2. Bildung
3. Attraktivität

Meine Haushaltsrede im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

Sehr geehrte Ratskolleginnen und Kollegen,

Verehrte Vertreter der Presse,

Liebe Gäste,

 

Rolf hat den Anfang bereits gemacht.

 

Das Jahr 2017 war nicht nur für die FDP, sondern auch für mich ein sehr  besonderes – vor allem ereignisreiches Jahr. Nun bin ich fast ein Jahr Mitglied in diesem Rat und durfte einiges hier schon erleben und viel Erfahrung sammeln. Zum 01.01.2017 werde ich nun das Amt des Fraktionsvorsitzenden von Rolf übernehmen. Ich bedanke mich hier noch einmal ausdrücklich für die letzten 30 Jahre.

 

Nun freue ich mich hier meine erste Haushaltsrede halten zu dürfen. Dies ist sicherlich als kleine Partei keine leichte Aufgabe, da vieles schon im Vorfeld von den Vorrednern gesagt wurde.
Jedoch möchte ich hier nicht nur nachplappern, sondern unseren Standpunkt zum Haushalt 2018 erläutern.

 

Die Entlastung des Haushaltes beruht in erster Linie auf steigende Einnahmen bei der Einkommenssteuer und dem Auslaufen vom „Fond der deutsche Einheit“, des „Kommunalsoli“ oder der sinkenden Kreisumlage. Die Höhe der Einsparung macht deutlich, wie sehr wir hier in Wiehl von der Politik im Bund, Land und Kreis abhängig sind.
Durch die hier getätigten Einsparungen ist es möglich die Steuern in Wiehl weiter stabil zu halten. Diesen Schritt begrüßen wir ausdrücklich, da Steuererhöhungen nur das letzte Mittel sein sollten.
Dies sorgt dafür, dass die Grundsteuer B in der Stadt Wiehl so günstig ist, wie in keiner anderen Stadt im Oberbergischen. Uns ist aber klar, dass wir jedes Jahr diesen schönen Status kritisch überprüfen müssen auch in Hinblick auf die zu tätigen Investitionen.
Wir unterstützen ausdrücklich die Pläne der Verwaltung und sehen hier die Stadt Wiehl auf einen guten Weg in die Zukunft.

Für uns sind hier drei Bereiche sehr wichtig:

 


1. Wohnen und Arbeiten
Die Stadt Wiehl – und damit meinen wir auch explizit die Außenorte – benötigen hier ein altersübergreifendes Wohnkonzept. Es wird Wohnraum sowohl für junge Menschen, als auch für Senioren in Zukunft benötigt. Auch günstige Bauflächen für junge Familien. Die FDP Fraktion im Stadtrat hatte hier im Sommer einen Antrag zum Thema „Erbpacht“ in den Stadtrat eingebracht. Dies könnte für die Zukunft eine Möglichkeit sein, eben diese jungen Familien auch in Wiehl zu halten.

Ebenfalls wichtig werden in Zukunft weitere Gewerbeflächen in Wiehl sein. Wiehl benötigt weiter dringend Fläche, damit Unternehmen im Stadtgebiet expandieren können. Dies bedeutet eben auch weitere Arbeitsplätze hier vor Ort. Wichtig jedoch ist neben dem Aufspüren der Flächen auch die richtige Zusammensetzung. Wir sehen hier auf den Flächen nicht mehr nur große Hallen, sondern auch viele Büroräume. Gerade der Tertiäre Sektor ist nach dem Abgang von der Firma Tesch Inkasso in Wiehl zu stark unterrepräsentiert. Hier muss bei der Vermarktung von bestehenden und zukünftigen Gebieten von Seiten der Verwaltung drauf geachtet werden.
Nach den Gesprächen sind wir hier jedoch sicher, dass die Verwaltung dies beachten wird.

 

2. Bildung
Mit der Entscheidung die Grundschulen Wiehl und Marienhagen zu einem Schulverbund zusammenzulegen, haben wir als Rat und natürlich die Verwaltung uns die Aufgabe gegeben, beide Schulen – die Lehrer, die Eltern und gerade die Schüler – zu unterstützen. Dies muss und kann auch oft nur mit gesonderten Ausgaben geregelt werden. Die Schulleitung hat hier unsere ganze Unterstützung bei diesem wichtigen Projekt.
Die Entscheidung für einen Verbund war auch eine Entscheidung zum Erhalt der Attraktivität in den Bergdörfern.

Zusätzlich zu diesem Thema wird uns der Umbau des Gymnasiums beschäftigen. Die Lehrer haben sich auf ein mögliches zukünftiges Unterrichtungskonzept verständigt. Nun liegt es an uns, die baulichen Rahmenbedingungen zu schaffen und das Gymnasium fit für die Zukunft zu machen. Ob es ein Neubau werden muss, oder Umbaumaßnahmen alleine reichen, werden die weiteren Bewertungen von Fachleuten entscheiden. Die FDP Fraktion wird hier am Ende alle Optionen abwägen und sich für die im Sinne aller Beteiligten
 sinnvollste Variante entscheiden.

3. Attraktivität
Die Attraktivität haben wir im Bereich Wohnen, Arbeiten und Bildung.  Er ist ein möglicher Überpunkt, der alle wichtigen Bereiche mit abdeckt. Hier laufen in Wiehl und Bielstein noch einige Programme. So sei die Gestaltung des Wiehlparks und des Kurparks in Wiehl  und der Aus- und Umbau des Schulzentrums in Bielstein als Beispiele genannt. Auch wenn das Zentrum der Stadt Wiehl eben Wiehl ist, so dürfen wir die Außenorte nicht völlig vergessen. Die geplanten Maßnahmen – zum Beispiel in Drabenderhöhe – dürfen erst der Anfang sein. Jedoch – und da haben wir die gleiche Meinung wie unsere Verwaltung – darf dies nicht ohne Sinn und Verstand ablaufen. Wir benötigen klare Konzepte, die in Kooperation mit Vereinen und Bürgern vor Ort erarbeitet werden können. Nur durch Transparenz und Beteiligung wird es in Zukunft möglich sein, Akzeptanz für große Projekte in der Bevölkerung zu schaffen, aber auch Verständnis, wenn Projekte eventuell kleiner ausfallen, als sie gewünscht wurden.

Ich möchte mich gegen Ende unserer Haushaltsrede bei der Verwaltung für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken und wünsche sie mir so auch in Zukunft. Nicht nur Wiehl ist im Umbruch, sondern eben auch die FDP Fraktion. Bei beidem bin ich mir sicher, dass wir den Weg in die Zukunft meistern werden und
  etwas aktives tolles Neues entstehen lassen, ohne dass man den Übergang bemerken wird.
Ich bedanke mich auch bei allen Ratskollegen für die Aufnahme hier im Rat und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.

 

 


Wahl-Nachlese

Marienheide, 15. Mai 2017

Beherrschendes Thema der Kreisvorstandssitzung war natürlich die gestrige so hervorragend gut bestandene Landtagswahl mit 12,6% in NRW. Deshalb bedankte sich Kreisvorsitzender Jörg Kloppenburg  zunächst bei den beiden Kandidaten Annette Pizzato und Dominik Seitz und überreichte ihnen einen Blumenstrauss.

 

Über den vergangenen Wahlkampf und die Frage nach der Umsetzung des Ergebnisses, wie auch der Folgerungen für den Bundestagswahlkampf wurde  lange und eingehend diskutiert.

Wahlergebnis WK 24 Oberberg Süd

 

Dominik Seitz

Erststimmen:      7,76%

Zweitstimmen: 12,55%

Wahlergebnis WK 23 Oberberg Nord

 

Annette Pizzato

Erststimmen:     

6,47%

Zweitstimmen:

12,94%



Dominik Seitz rückt in den Wiehler Stadtrat nach

Nach dem gesundheitsbedingten Rücktritt von Wolfgang Böhm rückte zum 01.01.2017 Dominik Seitz in den Wiehler Stadtrat nach. Er wird die FDP-Fraktion im Bau- und Verkehrsausschuss, Ausschuss für Planung und Umwelt und im Wahlausschuss vertreten.