Reise in die Wiehler Partnerstadt Bistritz

Drabenderhöhe, 17. Mai 2018

 Herzlich willkommen – bine a-ţi venit  und la revedere – auf Wiedersehen – bei  allen Begegnungen und Treffen im Rahmen des 4tägigen Reiseprogramms nach Bistritz/Nordsiebenbürgen waren diese Begrüßungs- und Abschiedsworte zu hören.

Vom 10. Bis zum 13. Mai 2018 durfte ich als Teil einer zwölfköpfige Delegation aus Ratsvertretern und Mitgliedern des Deutsch-Siebenbürgisch-Rumänischen Freundeskreises Wiehl-Bistritz e.V. in der Wiehler Partnerstadt Bistritz verweilen. Der Vorsitzende des Freundeskreises, Herr Dr. Hans Franchy, den eine langjährige Freundschaft mit dem Bistritzer Bürgermeister Ovidiu Cretu verbindet, hatte angeregt, die dortige Verwaltung und die Sozial- und Bildungseinrichtungen kennen zu lernen. 

Zunächst stand der Besuch eines Kindergartens und einer Kindertagesstätte an, bei der die Leiterinnen und 2 Kinder in Landestracht mit Brot und Salz die Gäste willkommen hießen. In den Einrichtungen werden 200 Kinder - auf 8 Gruppen aufgeteilt – betreut. Die Öffnungszeiten sind von 6 Uhr morgens bis 18 Uhr abends festgelegt. Der Besuch der Kita ist kostenlos, lediglich für das Mittagessen zahlen die Eltern pro Tag etwa 1,50 EUR. In allen Gruppen überraschten die Kinder die Besucher mit unterschiedlichen Aktivitäten: Gesang, Tanz, kreatives Gestalten. Im gut ausgestatteten  Außengelände der Einrichtung befinden sich auch ein Hühnerstall und ein Kaninchenstall,  gärtnerisches Tun wird auch gefördert.
Erwähnenswert ist, dass der Kindergarten über zwei Gruppen für die ungarische Minderheit verfügt. Die Sprache in diesen Gruppen ist hauptsächlich Ungarisch. Jedoch 2x 90 Minuten in der Woche wird Rumänisch unterrichtet.

Anschließend erfolgte die Weiterfahrt zum Technischen Gymnasium „Grigore Moisil“. Wir wurden von der Direktorin und ihr Stellvertreter empfangen. Nach einer kurzen Darstellung der Schulstruktur und der Bildungsangebote wurden die Fach –und Werkstatträume besichtigt.
Hierbei ist vor allem die technische Ausstattung zu erwähnen. Smartboards und Projektoren gehören zur Standardausstattung. Schweißen lernen die Schüler zuerst in der virtuellen Realität, bevor es dann an echtes Gerät geht. So können Arbeitsabläufe immer wieder angeschaut und Ergebnis immer wieder analysiert werden.
 Ein kulturelles Zusatzangebot „Folkloretanz“ wird von einer großen Gruppe vorwiegend weiblicher Schüler wahrgenommen. Kostproben ihrer schulischen Arbeit wurden präsentiert und die Besuchergruppe zum Mittanzen aufgefordert. Das gemeinsame Mittagessen in der Schulkantine rundete den Programmteil ab.

Am frühen Nachmittag besichtigen wir unter sachkundiger Führung von Herrn Dr. Franchy das Stadtzentrum. Highlight war dabei der Besuch der Evangelischen Kirche. Vom Kirchturm hat man einen Panoramablick über die Stadt und ließ deren Ausdehnung erfahrbar machen. Der anschließende Besuch des Kulturpalastes (ehemals Gewerbeverein) bot mehrfachen ästhetischen Genuss: beeindruckend waren die stilvoll renovierten Säle und Räume, die für unterschiedliche Zweck genutzt werden: Theater, Konzerte, aber auch für Musikproben, literarische Treffen, Puppenspiel und weiteres mehr. Der Direktor des Kulturpalastes, Professor Cosma, hielt neben einer Erfrischung einen kulturellen Genuss bereit: eine Profimusikergruppe bot auf hohem Niveau ein kleines Konzert traditioneller und folkloristischer Musikstücke dar.
Im Tourismus Infozentrum der Stadt fand eine kurzweilige Darstellung zur Stadtentwicklung und -geschichte statt.

 

 

Für den Abend war ein Arbeitsessen im „Cantonul Silkvic“, einem der Stadt nahegelegenem Wald- und Jagdgebiet, vorbereitet. Bei reichhaltigen Vorspeisen, Grillfleisch und regionalem Getränkeangebot entwickelten sich lebhafte Gespräche über die Verwaltungsstrukturen der Partnerstädte, die Aufgabenverteilung und ihre Wahrnehmung seitens der dort tätigen. Es nahmen insgesamt 24 Personen an dem Austausch teil, neben dem Vizebürgermeister auch Amtsleiter und Stadträte von Bistritz. Der Samstag startete bei strahlendem Maiwetter mit einem Kulturprogramm besonderer Art. Im Naherholungsgebiet „Schullerwald“ wird zu Ehren der ungarischen Bürger der Stadt Bistritz alljährlich das Maifest begangen. Neben verschiedenen folkloristischen Tanz- und Gesangdarbietungen fand ein Wettbewerb um das beste Kesselgulasch statt. Dabei wurden nicht nur Aussehen und Geschmack des Fleischgerichtes von der Jury begutachtet, sondern auch die Vielfalt der Vorspeisen, die Präsentation der Gerichte sowie die Kostüme und das Auftreten der am Wettbewerb teilnehmenden Gruppen bewertet. An dem gemeinsamen Mittagessen unter einem Zeltdach nahmen wiederum Vertreter der Stadtverwaltung teil.

Am Abend fand dann der Besuch der Zentrale für soziale Dienste statt, wiederum in Begleitung des Vizebürgermeisters Nicolae und verschiedener Repräsentanten der Stadt. Zunächst wurde das Nachtunterkunftszentrum aufgesucht, das obdachlosen Erwachsenen Unterkunft, medizinische Versorgung und soziale Beratung bietet. In einem weiteren nahegelegenen Gebäude ist eine Zahnarztpraxis eingerichtet, in der kostenlose Behandlungen durchgeführt werden. Dort wartete eine große Gruppe der im sozialen Dienst Beschäftigten der Stadt Bistritz, um die Wiehler Delegation freundlich zu begrüßen – keine Selbstverständlichkeit am späten Samstagnachmittag eines doch sonst arbeitsfreien Wochenendes! Nach einem kurzen Zwischenstopp am Denkmal der nordsiebenbürgischen Sachsen, das an die Flucht und Deportation während des zweiten Weltkrieges erinnern soll, wurde die Gruppe im Altenheim, einem früheren Dominikanerkloster, empfangen. Der Heimleiter berichtete über den geplanten Neubau einer Altentagespflegeeinrichtung in Stadtnähe. 

Mein Fazit dieser Reise:

Uns wurde ein optimal vorbereitetes und organisiertes Programm geboten, das Einblicke in die unterschiedlichen Strukturen und Aufgabenfelder der Sozial- und Bildungseinrichtungen ermöglichte. Deutlich wurde, dass in der Partnerstadt Bistritz – anders als in Wiehl – die Digitalisierung schon weiter voran geschritten ist.
Die Tage haben viele Ideen gebracht, die in meine Arbeit im Rat mit einfließen werden.

Das beeindruckende Aufgebot an Begleitern und Vertretern der Stadt machte deutlich, wie ausgeprägt das Interesse an der Städtepartnerschaft ist. Denn nur durch das Miteinander und einen gelebten Austausch kann man sich verbessern und weiterentwickeln.  

 


Heimatverein Drabenderhöhe: Vorstand im Amt bestätigt

Drabenderhöhe, 17. April 2018

Der 1. Vorsitzende Dominik Seitz begrüßte am 12.04. die Mitglieder des Heimatverein Drabenderhöhe zur jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung. Neben dem Bericht des Vorstandes für das abgelaufene Jahr und die Pläne für 2018 standen auch Neuwahlen für den Vorstand an.

Der erste Vorsitzende zog das Resümee, das 2017 wieder ein sehr aktives Jahr des Heimatvereins war. Die Mitgliederzahl konnte auf über 150 erhöht werden. Neben den jährlich stattfindenden Veranstaltungen wie „Drabenderhöhe hält Hausputz“, die Mitorganisation des Sankt Martin-Umzugs, der „Runde Tisch der Vereine“ und des Volkstrauertages wurden zahlreiche andere Aktivitäten durchgeführt.
So widmete sich der Verein hauptsächlich den zahlreichen Wanderbänken um Drabenderhöhe herum, die so weit wie möglich gereinigt und repariert wurden.
Die Jahreswanderung für Mitglieder stand 2017 unter dem Thema „Silberkaule“. Hier wanderten die Mitglieder über die Brüderstraße, durch das Heck zur Silberkaule. Achim Höhler gab dabei den interessierten Teilnehmern historische Einblicke in die Geschichte des alten Grubengebietes mit seiner Siedlung in der bis 1896 Zinkerz abgebaut wurde.  Die ein oder andere Anekdote aus dieser Zeit sorgte bei den rund 80 Mitwanderern immer wieder für Erheiterung.
Viele Informationen zur Geschichte rund um Drabenderhöhe sind auf der Internetseite des Vereins unter
www.heimatverein-drabenderhoehe.de zu finden.

Ein Highlight im letzten Jahr war die Eröffnung eines Aussichtsturmes im Freilichtmuseum Detmold. Dieser wurde dem im Jahre 1929 vom Heimatverein errichteten und bereits 1945 wieder abgerissenen Aussichtsturm am Löher Kopf nachempfunden.
Der Heimatverein Drabenderhöhe konnte hierbei dem Freilichtmuseum wertvolle Fotos und Informationen liefern und so bei der Planung unterstützen.

Desweiteren konnte der Heimatverein durch Spenden wieder viele Vereine im Ort unterstützen. So konnte der Freiwilligen Feuerwehr in Drabenderhöhe eine Übungspuppe übergeben werden, die die das Übungsgeschehen noch realistischer macht.

Im Ausblick auf 2018 zeigte Seitz die bevorstehenden Arbeiten im Verein auf.
So sollen die Straßeninseln im Ort wieder in Blumenpracht erstrahlen.
Um den Arbeitsaufwand so gering wie möglich zu halten, hatte die öffentliche Verwaltung hier in den letzten Jahren die meiste Bepflanzung durch einfaches Gras ersetzt.
Der Heimatverein Drabenderhöhe ist nun auf der Suche nach Paten, die sich dann um die einzelnen Inseln regelmäßig kümmern und diese immer wieder neu bepflanzen. Kosten dafür werden vom Heimatverein übernommen.

Desweiteren werden in diesem Jahr eine größere Anzahl an Wanderbänken ausgetauscht. „Viele Bänke um Drabenderhöhe herum sind in die Jahre gekommen und einige können nicht mehr instand gesetzt werden. Daher werden wir die meisten Bänke ganz erneuern,“ führte Dominik Seitz aus. Auch die Aushangtafeln im Ort sollen überprüft und wenn nötig erneuert werden.

Mit Reinhard Rogalla wurde ein Urgestein mit viel Applaus aus dem Vorstand verabschiedet. Er war über 18 Jahre Beisitzer im Vorstand des Vereins gewesen. Auch wenn er keine aktive Rolle mehr im Vorstand einnehmen wird, so werde er weiter dem Verein mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Bei den anschließenden Wahlen, die von Hagen Jobi geleitet wurden, konnten Dominik Seitz (1. Vorsitzender), Heidi Zell (Kassiererin) und Achim Höhler (Beisitzer) einstimmig bestätigt werden. Mit Stefanie Menning rückt ein neues Gesicht als Beisitzerin in den Vorstand nach.

 

 

 


FDP-Wiehl stellt sich neu auf

Wiehl, 20. Februar 2018

 

Die FDP Wiehl wählt auf ihrer Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand mit neuen und bekannten Gesichtern.  Nach 2 Jahren gibt Dominik Seitz den Vorsitz der FDP Wiehl an seinen bisherigen Stellvertreter Holger Kühr weiter.

Am Dienstag  fand der ordentliche Ortsparteitag der FDP Wiehl statt. Der scheidende Vorsitzende Dominik Seitz ließ in seinem Jahresbericht das vergangene  Jahr der politischen Arbeit Revue passieren. Sein Hauptaugenmerk fiel hierbei auf die in dieser Zeit stattgefundenen Landtags- und Bundestagswahlen. „Mit den Ergebnissen in Wiehl können wird sehr zufrieden sein. Jedoch ist das kein Grund die Füße hoch zu legen. Die Ergebnisse werden als Ansporn genutzt,  unsere Arbeit vor Ort noch weiter zu intensivieren, “ so Seitz, der selbst als Landtagskandidat antrat.
Abschließend betonte er die sehr gute Zusammenarbeit der letzten zwei Jahre mit dem Vorstand und sprach ihm hierfür seinen Dank aus.  Einen besonderen Dank sprach er dem bisherigen Schatzmeister Jürgen Brüning aus, der nicht mehr zur Wahl stand.
Der ehemalige Fraktionsvorsitzende Rolf Gurbat gab einen Rückblick auf das vergangene Jahr.

Von besonderer Bedeutung sieht Gurbat  das Mitwirken der Fraktion unter seinem Nachfolger Dominik Seitz in der weiteren Entwicklung der Wiehlaue und des Wiehler Zentrums. Weiterhin betonte er den Fokus des Rates auf das Gymnasium sowie den Grundschulverbund Marienhagen/Wiehl. „Diese Themen haben uns schon 2017 beschäftigt und werden uns auch die nächsten Jahre begleiten.“  
Es folgten die Berichte des Schatzmeisters Jürgen Brüning und der Kassenprüfer.
Die Mitgliederversammlung, welche souverän durch Rolf Gurbat geleitet wurde, bewertete die Arbeit des Vorstands durchweg als positiv und dankte diesem für eine hervorragende Arbeit.
 Nach der Entlastung folgte die Neuwahl des Ortsvorstandes, mit folgendem Ergebnis:

 

Holger Kühr – Vorsitzender
William Bauer – stv. Vorsitzender
Christoph Schmitz – Schatzmeister
Isabell Münch – Schriftführerin
Bettina Becker-Blonigen – Beisitzerin
Dr. Erwin Kampf – Beisitzer
Stefan Oberdörster – Beisitzer

 

Holger Kühr dankte Dominik Seitz für die vergangenen 2 Jahre. Er freut sich das Seitz dem Ortsverband als Fraktionsvorsitzender erhalten bleibt: „Zusammen mit der Fraktion wollen wir ein offenes Ohr für die Belange der Wiehlerinnen und Wiehler haben und ihre Sorgen und Nöte ernst nehmen. Die FDP Wiehl wird aktiv weiter die Politik in Wiehl beeinflussen.“

Ferner möchte Kühr die Öffentlichkeitsarbeit neu strukturieren sowie junge Menschen an die aktive Lokalpolitik heranführen. Abschließend bedankte er sich für das entgegengebrachte Vertrauen und beglückwünschte den neuen Ortsvorstand zur Wahl. Zum Versammlungsabschluß betonte Kühr seine Freude auf eine zukünftige gute konstruktive Zusammenarbeit.


Haushaltsrede im Stadtrat von Wiehl

Wiehl, 12. Dezember 2018

 

Am 12. Dezember durfte ich im Rat der Stadt Wiehl meine erste Haushaltsrede halte.
als FDP-Fraktion sehen wir für 2018 3 wichtige Handlungsfelder:


1. Wohnen und Arbeiten
2. Bildung
3. Attraktivität

Meine Haushaltsrede im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

Sehr geehrte Ratskolleginnen und Kollegen,

Verehrte Vertreter der Presse,

Liebe Gäste,

 

Rolf hat den Anfang bereits gemacht.


Das Jahr 2017 war nicht nur für die FDP, sondern auch für mich ein sehr  besonderes – vor allem ereignisreiches Jahr. Nun bin ich fast ein Jahr Mitglied in diesem Rat und durfte einiges hier schon erleben und viel Erfahrung sammeln. Zum 01.01.2017 werde ich nun das Amt des Fraktionsvorsitzenden von Rolf übernehmen. Ich bedanke mich hier noch einmal ausdrücklich für die letzten 30 Jahre.


Nun freue ich mich hier meine erste Haushaltsrede halten zu dürfen. Dies ist sicherlich als kleine Partei keine leichte Aufgabe, da vieles schon im Vorfeld von den Vorrednern gesagt wurde.
Jedoch möchte ich hier nicht nur nachplappern, sondern unseren Standpunkt zum Haushalt 2018 erläutern.


Die Entlastung des Haushaltes beruht in erster Linie auf steigende Einnahmen bei der Einkommenssteuer und dem Auslaufen vom „Fond der deutsche Einheit“, des „Kommunalsoli“ oder der sinkenden Kreisumlage. Die Höhe der Einsparung macht deutlich, wie sehr wir hier in Wiehl von der Politik im Bund, Land und Kreis abhängig sind.
Durch die hier getätigten Einsparungen ist es möglich die Steuern in Wiehl weiter stabil zu halten. Diesen Schritt begrüßen wir ausdrücklich, da Steuererhöhungen nur das letzte Mittel sein sollten.
Dies sorgt dafür, dass die Grundsteuer B in der Stadt Wiehl so günstig ist, wie in keiner anderen Stadt im Oberbergischen. Uns ist aber klar, dass wir jedes Jahr diesen schönen Status kritisch überprüfen müssen auch in Hinblick auf die zu tätigen Investitionen.
Wir unterstützen ausdrücklich die Pläne der Verwaltung und sehen hier die Stadt Wiehl auf einen guten Weg in die Zukunft.

Für uns sind hier drei Bereiche sehr wichtig:



1. Wohnen und Arbeiten
Die Stadt Wiehl – und damit meinen wir auch explizit die Außenorte – benötigen hier ein altersübergreifendes Wohnkonzept. Es wird Wohnraum sowohl für junge Menschen, als auch für Senioren in Zukunft benötigt. Auch günstige Bauflächen für junge Familien. Die FDP Fraktion im Stadtrat hatte hier im Sommer einen Antrag zum Thema „Erbpacht“ in den Stadtrat eingebracht. Dies könnte für die Zukunft eine Möglichkeit sein, eben diese jungen Familien auch in Wiehl zu halten.

Ebenfalls wichtig werden in Zukunft weitere Gewerbeflächen in Wiehl sein. Wiehl benötigt weiter dringend Fläche, damit Unternehmen im Stadtgebiet expandieren können. Dies bedeutet eben auch weitere Arbeitsplätze hier vor Ort. Wichtig jedoch ist neben dem Aufspüren der Flächen auch die richtige Zusammensetzung. Wir sehen hier auf den Flächen nicht mehr nur große Hallen, sondern auch viele Büroräume. Gerade der Tertiäre Sektor ist nach dem Abgang von der Firma Tesch Inkasso in Wiehl zu stark unterrepräsentiert. Hier muss bei der Vermarktung von bestehenden und zukünftigen Gebieten von Seiten der Verwaltung drauf geachtet werden.
Nach den Gesprächen sind wir hier jedoch sicher, dass die Verwaltung dies beachten wird.


2. Bildung
Mit der Entscheidung die Grundschulen Wiehl und Marienhagen zu einem Schulverbund zusammenzulegen, haben wir als Rat und natürlich die Verwaltung uns die Aufgabe gegeben, beide Schulen – die Lehrer, die Eltern und gerade die Schüler – zu unterstützen. Dies muss und kann auch oft nur mit gesonderten Ausgaben geregelt werden. Die Schulleitung hat hier unsere ganze Unterstützung bei diesem wichtigen Projekt.
Die Entscheidung für einen Verbund war auch eine Entscheidung zum Erhalt der Attraktivität in den Bergdörfern.

Zusätzlich zu diesem Thema wird uns der Umbau des Gymnasiums beschäftigen. Die Lehrer haben sich auf ein mögliches zukünftiges Unterrichtungskonzept verständigt. Nun liegt es an uns, die baulichen Rahmenbedingungen zu schaffen und das Gymnasium fit für die Zukunft zu machen. Ob es ein Neubau werden muss, oder Umbaumaßnahmen alleine reichen, werden die weiteren Bewertungen von Fachleuten entscheiden. Die FDP Fraktion wird hier am Ende alle Optionen abwägen und sich für die im Sinne aller Beteiligten
 sinnvollste Variante entscheiden.

3. Attraktivität
Die Attraktivität haben wir im Bereich Wohnen, Arbeiten und Bildung.  Er ist ein möglicher Überpunkt, der alle wichtigen Bereiche mit abdeckt. Hier laufen in Wiehl und Bielstein noch einige Programme. So sei die Gestaltung des Wiehlparks und des Kurparks in Wiehl  und der Aus- und Umbau des Schulzentrums in Bielstein als Beispiele genannt. Auch wenn das Zentrum der Stadt Wiehl eben Wiehl ist, so dürfen wir die Außenorte nicht völlig vergessen. Die geplanten Maßnahmen – zum Beispiel in Drabenderhöhe – dürfen erst der Anfang sein. Jedoch – und da haben wir die gleiche Meinung wie unsere Verwaltung – darf dies nicht ohne Sinn und Verstand ablaufen. Wir benötigen klare Konzepte, die in Kooperation mit Vereinen und Bürgern vor Ort erarbeitet werden können. Nur durch Transparenz und Beteiligung wird es in Zukunft möglich sein, Akzeptanz für große Projekte in der Bevölkerung zu schaffen, aber auch Verständnis, wenn Projekte eventuell kleiner ausfallen, als sie gewünscht wurden.

Ich möchte mich gegen Ende unserer Haushaltsrede bei der Verwaltung für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken und wünsche sie mir so auch in Zukunft. Nicht nur Wiehl ist im Umbruch, sondern eben auch die FDP Fraktion. Bei beidem bin ich mir sicher, dass wir den Weg in die Zukunft meistern werden und
  etwas aktives tolles Neues entstehen lassen, ohne dass man den Übergang bemerken wird.
Ich bedanke mich auch bei allen Ratskollegen für die Aufnahme hier im Rat und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.

 

 


Wahl-Nachlese

Marienheide, 15. Mai 2017

Beherrschendes Thema der Kreisvorstandssitzung war natürlich die gestrige so hervorragend gut bestandene Landtagswahl mit 12,6% in NRW. Deshalb bedankte sich Kreisvorsitzender Jörg Kloppenburg  zunächst bei den beiden Kandidaten Annette Pizzato und Dominik Seitz und überreichte ihnen einen Blumenstrauss.

 

Über den vergangenen Wahlkampf und die Frage nach der Umsetzung des Ergebnisses, wie auch der Folgerungen für den Bundestagswahlkampf wurde  lange und eingehend diskutiert.

Wahlergebnis WK 24 Oberberg Süd

 

Dominik Seitz

Erststimmen:      7,76%

Zweitstimmen: 12,55%

Wahlergebnis WK 23 Oberberg Nord

 

Annette Pizzato

Erststimmen:     

6,47%

Zweitstimmen:

12,94%



Dominik Seitz rückt in den Wiehler Stadtrat nach

Nach dem gesundheitsbedingten Rücktritt von Wolfgang Böhm rückte zum 01.01.2017 Dominik Seitz in den Wiehler Stadtrat nach. Er wird die FDP-Fraktion im Bau- und Verkehrsausschuss, Ausschuss für Planung und Umwelt und im Wahlausschuss vertreten.